—— Sensorik · Wissen
Terpene erkennen
Sechs Stationen aus dem Strain-Wiki — faktendicht, mit Quellen, ohne Konsumempfehlung.
4 Stationen · Editorial · Stand 2026
01
Was Terpene sind
Terpene sind die ätherischen Öle, die Cannabis (und unzähligen anderen Pflanzen) seinen Geruch geben — von Zitrus über Kiefer bis erdig. Sie entstehen in denselben Drüsen wie die Cannabinoide und prägen, wie eine Sorte riecht und sich anfühlt.
- Über 150 Terpene in Cannabis nachgewiesen
- Verdampfen je nach Terpen grob zwischen 120 und 180 °C
02
Myrcen, Limonen, Pinen, Caryophyllen
Vier Terpene tauchen besonders oft auf: Myrcen (erdig, moschusartig), Limonen (Zitrus), Pinen (Kiefer, Wald) und Caryophyllen (pfeffrig). Ihr Verhältnis macht einen großen Teil des Charakters einer Sorte aus.
- Myrcen: häufigstes Terpen, oft in schweren, entspannenden Sorten
- Limonen: Zitrusnote, in vielen 'Lemon'- und 'Haze'-Sorten
03
Der Entourage-Effekt
Die Hypothese des Entourage-Effekts besagt, dass Terpene und Cannabinoide zusammen anders wirken als isoliert. Die Forschung dazu ist jung und nicht abschließend — als Erklärung für Geruch und Sortencharakter sind Terpene aber unbestritten zentral.
04
Terpene selbst erkennen
Reib eine kleine Menge zwischen den Fingern und riech bewusst: Zitrus deutet auf Limonen, Kiefer auf Pinen, Pfeffer auf Caryophyllen, modrig-süß auf Myrcen. Mit etwas Übung wird das Terpenprofil zum verlässlichsten Sortenmerkmal — verlässlicher als die grobe Indica/Sativa-Einteilung.
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